Blöde Blockade

Wie gehabt ist die Mirail nach wie vor am streiken, und nach wie vor ist an ein studieren nicht zu denken, da das gesamte Uni-Areal blockiert ist. Irgendwie hatte ich mir das ja doch anders vorgestellt. Nicht dass ich nun die Disziplin in Person oder besonders strebsam sei, aber letzlich bin ich eben doch zum studieren hergekommen und inzwischen weis ich nicht merh so recht, was ich mit den ganzen freien Tagen machen soll. Zudem fehlt mir die Sprachübung in den französischen Kursen: ich habe das Gefühl mit jedem Tag wieder mehr französisch zu verlieren. Nun mal abwarten heute wird wieder abgestimmt ob die Bockade verlängert oder beendet wird.

Ansonsten ist wie gesagt nich viel passiert. Das Wochenende war ich auf ner vom EIMA organisierten “Kultur Rallye”. War aber leider ziemlich langwierig und langweilig. Werde wohl doch noch irgendwann ne richtige Touri-Stadt-Tour mitmachen.

Obwohl hier momentan leider alles  bisschen träge ist, bin ich doch guten Mutes, dass sich das bald ändern wird. Schließlich gehe ich diese Woche noch zum Massilia Sound System Konzert und kann endlich mal wieder Ultimate Frisbee spielen. Ne andere Erasmus Studentin hat mir erzählt, dass es doch ne Uni-Equipe gibt, die Mittwochs freies Training haben. Das wird bestimmt großartig und der Umbruch zu einer besseren Zeit ;)

Uni Streik – Blockade

Uni Mirail Blockade

Ja, ich merke, dass ich in Frankreich bin. Meine Uni streikt! Seit gestern! Wie ihr auf dem Bild sehen könnt sind alle Eingänge verrammelt; an ein Durchkommen oder Studieren erstmal nicht zu denken.

Leider weiß auch keiner, wie lange die Blockade denn endgültig aufrecht erhalten werden soll. Ich muss mich nun also jeden morgen entscheiden, ob ich mich aus dem Bett quäl, auf dem Fahrrad durch die eiskalte Stadt fahre nur um dann wahrscheinlich vor weiterhin verschlossenen Türen zu stehen. Oder ob ich einfach noch ein bisschen weiterträume.

Nun ich muss zugeben, die Entscheidung ist nicht alzu schwer. Allerdings hoffe ich die Blockade zieht sich nicht zulange Länge, denn eigentlich kam ich ja hier her um etwas zu lernen.

teuflische dreizehn

Café Populaire

Es gibt viele Gründe in eine Bar zu gehen. Man findet Freunde, Fremde und vergärte Kaltgetränke.

Es gibt leider auch viele Gründe die Dreizehn zu fürchten. Man erinnere sich an Tarot, Teufel oder Pech.

So und wenn ihr nun alles da oben durchmischt und mit ein paar Spritzern Assoziation verfeinert, wisst ihr ziemlich genau wies mir heute geht:

Ein guter Grund ins Café Poplulaire zu gehen, sind immer die dreizehn Bier für dreizehn Euro. Dabei findet man dann auch viele Freunde unter den ganzen Fremden.

Allerdings lässt das Unglück der Dreizehn nicht lange auf sich warten. Es verkleidet sich in Form eines schwarzen Katers, der sich Nachts auf weichen Pfoten in deinen Kopf schleicht um dort morgens scheinbar bei jeder deiner Bewegung die Krallen auszufahren und von innen an deinem Kopf zu kratzen.

Oder um ganz kurz zu sagen: Trinkst du des Abends dreizehn Bier, nimm dir dass zu Herzen, folgen morgendlich teuflische Kopfschmerzen!

P.S. Wer sich wundert, dass ich mich Montags auf ein solches Gelage einlasse, dem sei erklärt, dass meine Uni heute bestreikt wird!

finalement!

Inzwischen ist es ungefähr sechs Wochen her, dass ich Deutschland Richtung Frankreich verlassen habe. Vier Wochen seitdem ich mein großartiges 8m² Studentenwohnheimzimmer bezogen habe. Drei Wochen die ich verloren in der französischen Sprache an der Uni verbracht habe.
In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit ist soviel passiert, dass ich heute nicht mehr weiß wo ich anfangen sollte zu erzählen. Es ist eindeutig, dass der ideale Beginn meines Auslandsblogs weit verfehlt ist und ich mit meinem heutigen Debut wahrschienlich einen grandiosen Fehlstart hinlege.

Man könnte mich nun fragen, wieso ich denn nicht geschrieben habe. Und ich könnte mich mit Geschichten von Sofas bei Bekannten, teuren Internetkaffees und unstabilen Wohnheimnetzen aus der Affäre ziehen. Aber die Wahrheit ist, dass ich zu faul war meine Gedanken zu ordnen und mich dem mühsamen Kampf, widerspenstige Worte auf weißem Papier zu fixieren, zu stellen.

Das erneute Aufflammen meiner Motivation, bzw. Verlassen meiner Lethargie, ist einer netten Elfe aus Island zu verdanken. Ihr gutes Beispiel und ihre subversive Art mein schlechtes Gewissen an seinen guten Vorsatz zu erinnern haben mich heute dazu gebracht trotz aller Bedenken meinen ersten Beitrag zu verfassen.

Auch wenn ich mit meinem geschrieben Wort nach wie vor Probleme habe, wenn mein Blog immer noch kein schönes Design hat, wenn mich wieder einmal keiner lesen wird, werde ich mich ab heute daran machen mein Leben in Toulouse in Worte zu pressen.

Dabei entstehendes Chaos bitte ich zu entschuldigen. Besonders da ich in der ersten wahrscheinlich viele Dinge nachreichen werde, die ich schon vor Wochen schreiben wollt. Nunja und dazu kommt noch mein ganz gewöhnlicher Wahnsinn, der ausgelassenen Ordnungsinn vermissen lässt.

Aber dennoch hoffe ich ihr schaut von Zeit zu Zeit mal hiervorbei. Und kleine Ermunterungen, auch Kommentare genannt, kann ich wahrscheinlich sehr gut gebrauchen um meine Motivation weiter zu schreiben aufrecht zu erhalten.

So denn auf baldiges Wiederlesen.

Lieber Gruß
Johannes